9darts

E-Dart-Turnier ausrichten

Beim E-Dart zählt der Automat, nicht ein Schreiber. Das spart Personal, bringt aber eigene Fragen: Wer bezahlt die Spiele, und wer trägt die Ergebnisse ein?

Was anders ist als bei Steel

  • Der Automat zählt. Es gibt keinen Schreiber und keine Tablets am Board, die Spieler werfen und der Automat wertet.
  • Die Turnierleitung trägt die Ergebnisse ein, sobald ein Spiel zu Ende ist. Der Automat gibt sie nicht von selbst weiter. Deshalb braucht es jemanden, der die Spiele im Blick hat.
  • Automaten kosten Geld. Jedes Leg am Automaten wird bezahlt, meist über Münzen oder Credits. Bei Steel gibt es diese Kosten nicht.
  • Die Dauer weicht ab. Messwerte aus Steel-Turnieren passen nicht, denn die Zeit je Leg ist am Automaten eine andere. Die Dauerschätzung in 9darts rechnet für E-Dart deshalb mit eigenen Vorgaben.

Modi, Auslosung, Tabellen und Baum sind die gleichen wie bei Steel. Ob KO, Gruppen oder Kratzerturnier: Die Regeln ändern sich nicht, nur die Technik am Board.

Automaten statt Boards

Statt „Board 3“ heißt es „Automat 3“. Die Automaten werden nummeriert und jedem Spiel wird einer zugewiesen, genau wie bei Steel. Ein Spiel am Automaten läuft so:

  1. Spieler aufrufen und zum Automaten schicken.
  2. Am Automaten das Spiel starten.
  3. Spiel spielen lassen.
  4. Das Ergebnis an die Turnierleitung melden, die es einträgt.

Bei mehr Spielern als Automaten ist das Warten der Engpass. Je weniger Automaten, desto länger der Abend und desto früher sollte das Turnier beginnen.

Bezahlung am Automaten

Zwei Wege sind verbreitet:

Vorgemünzt

Die Turnierleitung wirft die Münzen vorab ein oder bucht Credits. Die Spieler müssen sich während des Spiels um nichts kümmern. Am Ende wird abgerechnet: Jeder Spieler zahlt den Preis je gespieltem Leg. Im Doppel zahlt jeder der vier Spieler.

Die Abrechnung folgt den tatsächlich gespielten Legs. Wer früh ausscheidet, zahlt wenig, wer weit kommt, mehr. Bei 0,50 € je Leg sind 9 gespielte Legs 4,50 €. Die Zahlen stehen am Ende des Turniers fertig in der Turnierleitung. Sätze gehen dabei nicht: Das Ergebnis nennt dann nur die gewonnenen Sätze, nicht die Legs, die der Automat abgerechnet hat. Vorgemünzt wird deshalb mit Legs gespielt.

Selbst zahlen

Die Spieler zahlen am Automaten jedes Spiel selbst. Das ist weniger Aufwand für die Turnierleitung. Es gibt dann keine Abrechnung über 9darts.

Welche Variante passt, hängt vom Wirt oder Betreiber ab. Vorher klären, wie viel ein Leg kostet und wer das Geld bekommt, und das in die Ausschreibung schreiben. Das Startgeld lässt sich so kalkulieren, dass es die Automatenkosten deckt.

Bestleistungen eintragen

Die Auswertung von Highscores, High Finishes und Shortlegs liefert bei Steel das Tablet. Beim E-Dart gibt es dieses Tablet nicht, die Werte müssen von Hand eingetragen werden, am besten gleich nach dem Spiel, solange die Spieler sie noch wissen. Die Vorgaben in 9darts:

  • Highscore: eine Aufnahme mit 171 oder 180 Punkten.
  • High Finish: ein Checkout ab 100.
  • Shortleg: ein Leg in höchstens 18 Darts.

Im Doppel ist es ein Team-Ergebnis. Wer aus dem Team geworfen hat, kann dazu angegeben werden.

Checkliste

  • Betreiber des Automaten fragen: Preis je Leg, Credits oder Münzen, Abrechnung.
  • Anzahl der Automaten zählen und nummerieren.
  • Entscheiden: vorgemünzt oder selbst zahlen. In die Ausschreibung schreiben.
  • Startgeld so kalkulieren, dass die Automatenkosten gedeckt sind.
  • Jemanden bestimmen, der Spiele aufruft und Ergebnisse einträgt.
  • Mit Legs spielen, wenn vorgemünzt wird.
  • Stift und Zettel für Bestleistungen bereithalten.

Der übrige Ablauf des Abends steht in der Checkliste Dartturnier organisieren.

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